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SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD |
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1987
Für Mitglieder
gesetzlicher Kostenträger
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen
gemäß OPS 8-918 durchgeführt. Die Klinik ist auch beihilfefähig.
Informationen zum Thema Schmerz und Schmerztherapie
BEINGESCHWÜR
weiterer Suchbegriff:
Geschwür am Bein
Ein "Beingeschwür" bezeichnet der Mediziner als U lcus cru ris.
Manch ein Besucher dieser Seite wird sich wundern, warum das Thema Beingeschwür mit der Schmerztherapie in Verbindung gebracht wird. Die Antwort ist ganz einfach: die moderne Schme rztherapie verfügt über eine Therapiemethode, die gerade bei einem Beingeschwür äußerst hilfreich ist und sogar kausal (= der Ursache entgegen) wirkt (siehe unten). Außerdem klagen viele Patienten mit einem Geschwür am Bein auch über Schmerzen.
Zu Beginn gleich eine Besonderheit: Das tropische
Bein geschwür (Ulcus tropicum).
Es handelt sich dabei um ganz charakteristische Geschwür
e, die in vielen
Tropengegenden unter den bloßfüßig laufenden Eingeborenen sehr verbreitet sind
und durch die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit wirtschaftlich eine große
Rolle spielen können. Sie sitzen stets am unteren Drittel des Unterschenkels,
besonders an Knöchelgegend, Fe rse, Fu
ßrücken, Ze hen. Von kleinen Wunden
ausgehend bilden sich bald kreisrunde, scharf umgrenzte Geschwür
e aus, die
allmählich nach den Seiten und in die Tiefe weiterwuchern und so innerhalb
einiger Wochen zu weitgehenden Zerstörungen führen können. Die Oberfläche, die
leicht blutet, ist meist von einem schmierigen übelriechenden Belag bedeckt. Die
Erreger sind gewisse Bakterien. (Quelle: Deutsches
Kolonial-Lexikon (1920), Band III, S. 543)
Von Beingeschwür en sind in Europa und Nordamerika Frauen insgesamt häufiger betroffen als Männer. Personen bis zum 40. Lebensjahr erkranken kaum daran. Im Alter steigt die Prävalenz (= Häufigkeit aller Fälle einer bestimmten Krankheit in der Bevölkerung) für ein Beingeschwür stark an. So beträgt sie zum Beispiel ab dem 80. Lebensjahr je nach Studie zwischen 0,87 und 3,38%.
Ein Beingeschwür entsteht auf dem Boden von Durchblutungsstörungen. 72 % aller Beingeschwür e sind auf ein Venenleiden, 15% auf ein kombiniertes Venen- und Arterienleiden, 7% auf ein Arterienleiden (arteriel le Durchblutungsst örungen) und 6 % auf andere, seltene Ursachen zurückzuführen. Beim diabe tischen Beingeschwür (bevorzugt am Fu ß) kommt allerdings meist noch eine neuropathische (= eine Nervenkrankheit betreffende) Komponente hinzu, die Polyneuropathie.
Risikofaktoren für ein Beingeschwür:
Hauptursache für ein Geschwür am Bein ist die chronisch
venöse Insuf fizienz, die
häufigste
Störung des venösen Systems.
Eine
chronisch venöse
Insuffizienz besteht, wenn anlagebedingt die Venenwand geschwächt ist und
/ oder die sog. Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren. Dadurch
"versackt" das Blut in den Venen und staut sich. Man spricht dann von
einer sog. venösen Abflußstörung. Diese Stauung äußert sich in tagsüber
zunehmendem Schwere- und Schmerzgefühl sowie in Beinschwellungen.
Eine venöse
Insuffizienz liegt vor, wenn der Knöchelumfang morgens und abends um mehr als
1,5 cm differiert.
Die Behandlung der (noch relativ beschwerdearmen) venösen Insuffizienz besteht im wesentlichen in einer Kompression der dilatierten (= erweiterten) Venen (Kompressionsstrümpfe).
Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es zu trophischen (= mit
Zeichen einer Mangelernährung einhergehenden) Störungen, bedingt
durch eine gestörte Mikrozirkulation in der venösen (= die
Blutader betreffenden) und arteriellen (=
die Schlagader betreffenden) Endstrombahn (Kapillaren). In dieser
Situation können schon kleine Verletzung zu einem Beingeschwür
führen.
Dies liegt daran, daß eine Wunde, auch wenn sie klein ist, nicht mehr zuheilen
kann.
Ein Beingeschwür tritt zumeist in der Innenknöchelregion auf. Aber auch die Außenknöchelregion
und im Extremfall der gesamte Beinumfang können betroffen sein. Ein Beingeschwür in Folge
der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
befindet sich häufig
nicht an der typischen Knöchelregion, sondern an Druckstellen der Fußso hlen
oder der Zehen.
Bei der klinischen Untersuchung fallen bei einem Beingeschwür eine Varikosis (= dichtes Geflecht oberflächlicher Krampfadern), eine livide (= bläuliche, fahle) Verfärbung der Haut, Ödem (= Schwellung durch Flüssigkeitsansammlung) und Pigmentstörungen auf.
Behandlung des Beingeschwür s:
Neben einer entsprechenden Wundbehandlung
muß die gestörte, lokale (= örtliche)
Mikrozirkulation wieder in Gang gebracht werden, sonst kann ein
Beingeschwür nicht abheilen.
Dies gelingt bei einem Geschwür am Bein relativ
zuverlässig mit einer
kontinuierlichen Ischias-Blockade mittels
Katheter (Klatt und Les er 1994) bei gleichzeitig effektiver Schmerzbekämpfung.
Bei dieser
Methode suchen wir von der Oberschenkelrückseite her, handbreit unter dem Gesä ß,
den Ischiasnerv in der Tiefe mit einer Kanüle auf und legen einen dünnen
Kunststoffschlauch in die zugehörige Nervenscheide (=
Gewebsumhüllung) ein. In den
folgenden 2-3 Wochen wird dann in diesen Schlauch mehrmals täglich eine
verdünnte, örtliche Betäubungsmittellösung eingespritzt. Je nach
Wirkstoffkonzentration kommt es dann im Versorgungsgebiet des Ner ven
zu einer
Verminderung der Schmerzempfindlichkeit bis hin zur Schmerzfreiheit. In dieser
Situation kann dann intensiv krankengymnastisch behandelt werden.
Da dieser Nerv auch vegetative (=
das unwillkürliche Nervensystem betreffende)
Fasern
mit sich führt, kommt es begleitend im korrespondierenden Gewebebereich zu einer
Sympat hikolyse
(= Aufhebung eines gefäßverengenden
Nervenreizes) und damit zu einer deutlichen Mehrdurchblutung, wie sie
medikamentös systemisch (= durch eingenommene oder gespritzte
Durchblutungsmittel) nie erreicht werden kann.
Besonders effektiv ist bei einem Beingeschwür eine Kombination dieser Blockademethode mit einer Alprostadil (Prostavasin®) - Infusionsserie.
Wichtig ist natürlich bei einem Beingeschwür auch die optimierte Behandlung der Grund- bzw. Begleitkrankheiten (z. B. Zuckerkrankheit) und das Management möglicher Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Nikotin).
Selbstverständlich
gehört zu unserem Ärzteteam auch ein erfahrener Facharzt
für Innere Medizin.
Viele gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der SCHMERZKLINIK am ARKAUWALD, so z.B.:
Teilweise übernehmen auch Rentenversicherungen und Berufsgenossenschaften die Kosten. Zu weiteren Informationen (Behandlungsformen, Beantragung der Kostenübernahme bei den verschiedenen Kostenträgern, Schmerzambulanz usw.) gelangen Sie hier: http://www.schmerz.com/konzept-und-kostentraeger (einfach anklicken).
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